Das Territorium der Provinz von Ancona ist verwaltungstechnisch erst nach der Einheit Italiens entstanden, und zwar durch die Zusammenlegung von Gebieten, die historisch nach dem Norden und dem Zentrum der Marken tendierten.
Dies gilt zum Beispiel für Fabriano, eine traditionell mit Gubbio und Camerino verbundene Stadt, und Senigallia, das vier Jahrhunderte lang Teil des einstigen Stadtstaates von Urbino war. Ungeachtet der heterogenen Geschichte - die teilweise in den Dialekten und in manchem lokalen „Tick" ihre Spuren hinterlassen hat, was man heute allgemein lieber sieht als einst - findet man, wenn man sich von der Küste ins Landesinnere (oder umgekehrt) bewegt, besonders in der Landschaft die wahre Identität dieser Gegend der Marken.
Es ist eine Landschaft, die sowohl vom Charakter der Apenninen als auch der Adria bestimmt wird und die jene Formen und Farben aufweist, die auch stets im Mittelpunkt der hiesigen Literatur und Kunst standen.
Am besten kann man die zahlreichen, aus vielen kleinen Ortskernen bestehenden Siedlungen kennen und lieben lernen, wenn man so flexibel wie möglich ist - eine der günstigsten Reiseformen hierfür ist natürlich das Campen.
Die Ortschaften gleichen von Mauern umgebenen Minirepubliken, eine jede mit ihren eigenen Schätzen, ihren historischen Persönlichkeiten und eigenen Varianten regionaler Gerichte, die eifersüchtig behütet und gepflegt werden.
Die Museen, Strände, historischen Villen, Bauernhäuser, die verborgenen Winkel der Orte, die Kioske dam Meer, die Gasthäuser, die feuchten Gerüche der Keller, die man in den Gassen der historischen Zentren vernehmen kann ... oder die Gesichter in den Bars, eine gewisse Art zu schauen, Auskünfte zu geben, den Hut zu tragen - eben jene spezielle, allgemeine "Lebensart" wahrzunehmen ... das sind die wahren Entdeckungen eines Camping-Urlaubs, wenn man Lust hat, seine Zeit jenseits der traditionellen Orte des Massentourismus zu verbringen.
Schritt für Schritt, diskret aber auch voller Staunen, ein Territorium zu erkunden, das sich auf jedem Kilometer verändert und dennoch mehr Dinge hat, die es vereinen als die es teilen.
Das Höchste, was man sich für einen Campingurlaub nur wünschen kann!
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